Sonntag, 14. September 2014

Hochzeitstag

Wie versprochen nun der Bericht vom Hochzeitstag! Drei Monate und 7 Tage nach der standesamtlichen Trauung sollte es nun soweit sein- der große Tag! Und bevor ich auch nur ein weiteres Wort tippe, muss ich erst noch einmal dieses riesige Dankeschön loswerden, das ich zwar schon hundertmal ausgesprochen habe, aber das auch nicht oft genug ausgesprochen werden kann!! An alle Helfer und Helferinnen: Dankeschön!!! Fürs nasse Füße holen, fürs bis in die Nacht vorbereiten, für Probebacken, fürs Fotografieren aller Freunde in geheimer Mission, für die Unterstützung bei allen Ideen, fürs Singen!!, fürs Feiern, fürs Tanzen, fürs Üben und Zeit schenken, für ALLES!!!

Aber nun zum Tag selbst. Nach langem Hin- und Herüberlegen, ob und wer die Nacht vorher auswärts verbringt, sind wir beide zu Hause geblieben und haben sogar verhältnismäßig gut geschlafen- ich, weil ich ja am Abend vorher abgefüllt wurde und der Bräutigam, weil er sich in die Obhut meines Bruders begeben hat und ihm dort Gleiches widerfuhr. Also mehr oder minder frisch aus dem Bett gehupft und zur Location gefahren- mit mehreren Autos, denn Deko, Ramazottibrunnen, Candybar, Tischgedöns, Pompons und Alles, Alles konnte erst am Tag selbst aufgebaut werden. Viele flinke Hände halfen nun die Deko aufzubauen, Stühle in Hussen zu wickeln, Pompons unter die Decke zu nageln, die Candybar aufzubauen und Probe zu naschen. Nach einer wie ich fand total relaxten Einweisung der Braut *räusper* habe ich mich dann nach ner Stunde auf den Weg gemacht, damit mein Haar gerichtet werden konnte... erstaunlicherweise war ich tatsächlich ab dem Moment, ab dem ich die Location verließ und alles in guten fleißigen Händen wusste, nahezu tiefenentspannt. Das änderte sich nicht einmal, als der Himmel über uns zusammenbrach während ich bepinselt und gefönt wurde und an der Location alle- zum Glück erfolgreich- versuchten, die Deko draußen zu retten... Als mein zu dem Zeitpunkt noch Zukünftiger von der Kapelle kam, wo er noch bei der Vorbereitung des Gartens für den Sektempfang geholfen hatte und uns zum Altar hatte schwimmen sehen, erwartete er ein seelisches Wrack und war sichtbar erstaunt, dass er kein Solches vorfand... Also schnappte er sich seine Verkleidung für den Tag und entschwand. 
Aber wir sollten uns wiedersehen an diesem inzwischen wieder herrlich blauen und heißen Tag. In der am Vortag noch kühlen Kapelle hatte sich eine die Kapazität dieser Location mehr als austestende Gästeschar eingefunden und versucht, den Weltrekord im Aufheizen eines antiken Gemäuers durch Körpertemperatur zu knacken. Und es geschafft!! Glücklich, wer beim Retten der Deko an der Feierlocation am Vormittag mit den Füßen bis über den Knöchel in den Regenpfützen des Wolkenbruchs stand und nun zumindest kühle Füße hatte.

Der Chor sang, der Priester traute, die Gäste fächelten sich Luft zu und wir sagten "Ja" zueinander. Check!

Im traumhaft schönen Garten hinter der Kapelle warteten das grandiose Muffinbuffet und kühle Getränke. Aber auch eine soo süße Überraschung. Die verrückten Kollegen hatten einen Flashmob einstudiert und zum Besten gegeben! Echt herrlich!! Wann haben die das bloß Alles geübt???







Nach einem entspannten Abhängen in der Sonne fuhr der Tross dann zur Location, während wir unterwegs noch ein paar Stopps einlegen wollten für die Hochzeitsbilder. Inzwischen war nur dummerweise die Temperatur so hoch, dass der Akku unseres Fotografen- oder präziser, der seines Fotoapparates- schlapp zu machen drohte und die Fotosession somit nahezu ausgefallen ist! Uääääh... ein paar Bilder sind es glücklicherweise geworden, aber gerade sind wir noch einer Schnitzeljagd ähnlich auf der Suche durch alle digitalen Medien der Gäste nach irgendwelchen Schnappschüssen und freuen uns, dass wir dort auch ein paar Bilder finden konnten. 

Etwas früher als geplant kamen wir dann an der Location an. Das hatte den Vorteil, dass wir mit den Gästen zusammen total entspannt in den Abend starten konnten, dass leckere Grillbuffet genießen und die süßen Aktionen wie eine Fotogirlande, eine alte Schreibmaschine für Grußworte, die wir in einem Jahr lesen dürfen, auskosten und bewundern konnten, dass wir Geschenke entgegen nehmen durften und und und... 
Nach dem Essen wurde dann die Torte herangetragen und nach großem "Ah" und "Oh" angeschnitten. Die hat die Hobbybäckerin offenbar mehrere Nächte gekostet und diese war und mehr als erleichtert, dass die Torte erstens gehalten, zweitens den Transport überstanden hat und drittens Allen einfach wunderbar geschmeckt hat!

Schließlich wurde nach witzigen filmischen Grüßen der eingeladenen Gäste, die es leider nicht geschafft hatten zu kommen, der Eröffnungstanz aufs Parkett gelegt. Mein Tanzbär und ich hatten fleißig heimlich mit der Hilfe des Internets geübt und so gab es eine Mischung aus einem langsamen Walzer, der irgendwann abbrach, als wir beide nach ner guten Minute auf der Schulter des jeweils anderen eingeschlafen waren und dem "Thrillerdance" von Michael Jackson, den wir über mehrere Abend immer am "Dancedonnerstag" unter Zuhilfenahme alkoholischer Getränke jeweils nach Totalumbau des Wohnzimmers zur Minimierung der Verletzungsgefahr einstudiert hatten. Puh!! Als das geschafft war, habe auch ich mich endlich getraut zum Glas zu greifen und eine am Ende durchtanzte Nacht begann.
Der Stimmung der Tanzlaune der Gäste konnte auch der Stromausfall aufgrund eines heftigen Gewitters, das sich seit 9 Uhr abends durch Wetterleuchten angekündigt hatte, uns aber bis gut halb drei Uhr nachts noch draußen in der lauen Nacht hat feiern lassen, nicht stören. Nach 15 Minuten war der Strom wieder da und der Überbrückungsgesang der Herren konnte vom Band abgelöst werden. Im Hellen ging es dann nach Hause und ein paar schlaflose Stunden später zogen wir beseelt Bilanz: Hach, schön wars! 

1 Kommentar:

  1. Schöne Bilder von einem einzigartigen Tag!! Man sieht euch die durchzechte Nacht nicht an! Und die Torte ist echt der Hammer!!

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